Der pneumatische Druckmesserversuch – auch Ménard-Druckversuch genannt – wird mit einer zylindrischen Sonde durchgeführt, die direkt im Bohrloch aufgeweitet wird. In Darmstadt setzen wir dafür einen vollelektronischen Druckmesserschlauch ein, der über einen Gestängezug bis auf 30 m Tiefe eingebracht wird. Die aufzeichnende Kontrolleinheit misst simultan Volumenänderung und Druckaufbau. Wir arbeiten mit einem gesteuerten Stickstoffsystem, um eine konstante Dehnrate von 0,1 cm³/s zu gewährleisten. Vor jedem Versuch kalibrieren wir die Sonde im werkseigenen Prüfstand. Das Verfahren liefert direkt den Steifemodul E_M und den Grenzdruck p_l, die für die Bemessung von Fundamenten in den sandig‑kiesigen Terrassenböden Darmstadts unverzichtbar sind. Der Ménard-Druckversuch ergänzt dabei die Ergebnisse aus einem klassischen SPT und gibt Aufschluss über das nichtlineare Spannungs‑Dehnungs‑Verhalten des Untergrunds.

Der Ménard-Druckversuch liefert den Steifemodul E_M direkt im Bohrloch – ohne Störung des Bodengefüges, ideal für die Bemessung von Fundamenten in Darmstadt.
Technische Details zur Leistung in Darmstadt
Lokale geotechnische Bedingungen in Darmstadt
Die geologische Situation in Darmstadt ist von quartären Terrassenablagerungen geprägt – oberflächlich oft Auenlehm und Löss, darunter sandige bis kiesige Rheinschotter. Die Grundwasseroberfläche liegt je nach Stadtteil zwischen 4 m und 9 m unter Gelände. Bei Bauvorhaben entlang der Mathildenhöhe oder im Bereich der alten Neckararme ist mit wechselnden Korngrößen und lokal eingeschalteten Schluffbändern zu rechnen. Wird der Ménard-Druckversuch in solchen heterogenen Böden nicht durchgeführt, können Setzungsdifferenzen von mehr als 2 cm zwischen benachbarten Fundamenten auftreten – besonders kritisch bei lastabtragenden Bauteilen in der Nähe der TU Darmstadt oder im Europaviertel. Der Versuch liefert die nötige Sicherheit, um unerwartete Konsolidationen zu vermeiden.
Unsere Leistungen
Wir bieten den Ménard-Druckversuch in Darmstadt als Einzelversuch oder im Rahmen einer umfassenden Baugrunduntersuchung an. Je nach Projektphase und Fragestellung stehen zwei Varianten zur Verfügung:
Einzel-Ménard-Druckversuch mit Kurzprotokoll
Für schnelle Aussagen zur Steifigkeit in einer definierten Tiefe. Die Prüfsonde wird auf die Solltiefe gefahren, die Belastung erfolgt in 10 Laststufen à 2 Minuten. Das Protokoll enthält E_M, p_l und die Druck‑Volumen‑Kurve. Ideal für Vorentwürfe bei kleineren Wohnbauprojekten in Darmstadt.
Detaillierte Druckmesserkampagne mit Langzeitauswertung
Mehrere Versuche in unterschiedlichen Tiefen (z. B. alle 2 m) zur Erstellung eines Tiefenprofils der Steifigkeit. Inklusive zyklischer Entlastungs‑/Wiederbelastungszyklen und rheologischer Analyse. Für komplexe Gründungen wie Hochbauten oder Brückenwiderlager in Darmstadt.
Häufig gestellte Fragen
Wie viel kostet ein Ménard-Druckversuch in Darmstadt?
Der Preis für einen einzelnen Ménard-Druckversuch in Darmstadt liegt zwischen €1.070 und €1.260, abhängig von Tiefe, Zugänglichkeit der Bohrstelle und Anzahl der Messpunkte. Bei mehr als drei Versuchen pro Bohrung gewähren wir einen Staffelrabatt. Eine genaue Kostenschätzung erhalten Sie nach Angabe der Bohransatzpunkte und der gewünschten Prüftiefen.
Welche Vorteile hat der Ménard-Druckversuch gegenüber dem SPT in den Böden Darmstadts?
Während der SPT nur einen integralen Schlagwert (N‑Wert) liefert, misst der Ménard-Druckversuch das vollständige Spannungs‑Dehnungs‑Verhalten unter kontrollierter Dehnrate. In den sandig‑kiesigen Rheinschottern Darmstadts erfasst er die nichtlineare Steifigkeit, die für Setzungsberechnungen nach EC 7 benötigt wird. Zudem lässt sich der E_M‑Wert direkt in Bettungsmodul‑ oder Finite‑Elemente‑Modelle übernehmen.
Bis zu welcher Tiefe können Sie den Druckmesserversuch in Darmstadt durchführen?
Mit unserem Gestängesystem erreichen wir problemlos Tiefen bis 30 m unter Geländeoberkante. Voraussetzung ist ein ausreichend dimensioniertes Bohrloch (HQ, 96 mm). In Darmstadt sind die meisten Baugrundaufschlüsse auf 15–25 m ausgelegt, da die tragfähigen Rheinschotter meist ab 10 m Tiefe anstehen.