DD
Darmstadt De
Darmstadt, Germany

Ménard-Druckversuch (Druckmesserversuch) in Darmstadt – präzise Bodenkennwerte für Ihre Baugrunduntersuchung

Der pneumatische Druckmesserversuch – auch Ménard-Druckversuch genannt – wird mit einer zylindrischen Sonde durchgeführt, die direkt im Bohrloch aufgeweitet wird. In Darmstadt setzen wir dafür einen vollelektronischen Druckmesserschlauch ein, der über einen Gestängezug bis auf 30 m Tiefe eingebracht wird. Die aufzeichnende Kontrolleinheit misst simultan Volumenänderung und Druckaufbau. Wir arbeiten mit einem gesteuerten Stickstoffsystem, um eine konstante Dehnrate von 0,1 cm³/s zu gewährleisten. Vor jedem Versuch kalibrieren wir die Sonde im werkseigenen Prüfstand. Das Verfahren liefert direkt den Steifemodul E_M und den Grenzdruck p_l, die für die Bemessung von Fundamenten in den sandig‑kiesigen Terrassenböden Darmstadts unverzichtbar sind. Der Ménard-Druckversuch ergänzt dabei die Ergebnisse aus einem klassischen SPT und gibt Aufschluss über das nichtlineare Spannungs‑Dehnungs‑Verhalten des Untergrunds.

Illustratives Bild von Ménard-Druckversuch (Druckmesserversuch) in Darmstadt
Der Ménard-Druckversuch liefert den Steifemodul E_M direkt im Bohrloch – ohne Störung des Bodengefüges, ideal für die Bemessung von Fundamenten in Darmstadt.

Technische Details zur Leistung in Darmstadt

In Darmstadt beobachten wir häufig, dass die oberflächennahen Schichten (Auenlehm, Löss) eine hohe Setzungsempfindlichkeit aufweisen, während die tieferen Rheinkiese eine große Tragfähigkeit besitzen. Der Ménard-Druckversuch erfasst genau diesen Unterschied: Er misst den Steifemodul in situ unter definierten Deformationsbedingungen. Das Verfahren liefert fünf charakteristische Werte: (1) den Steifemodul E_M aus dem quasi-elastischen Ast der Druck‑Volumen‑Kurve, (2) den Grenzdruck p_l, (3) den Kriechdruck p_f, (4) den Anfangswiderstand p_0 und (5) den rheologischen Koeffizienten α. Für die Gründungsplanung in Darmstadt ist vor allem der E_M‑Wert entscheidend – er geht direkt in die Setzungsberechnung nach dem Bettungsmodulverfahren ein. Wir führen den Versuch nach EN ISO 22476-4 mit zyklischen Belastungsstufen durch und zeichnen jede Entlastungs‑/Wiederbelastungsschleife auf. Die gewonnenen Daten werden mit einem Dilatometertest abgeglichen, um die horizontale Spannungsverteilung besser zu verstehen.
Ménard-Druckversuch (Druckmesserversuch) in Darmstadt – präzise Bodenkennwerte für Ihre Baugrunduntersuchung
ParameterTypischer Wert
Steifemodul E_M (MPa)5 – 80 (abhängig von Lagerungsdichte und Korngröße)
Grenzdruck p_l (MPa)0,5 – 4,5 (Rheinkiese bis 6,0)
Kriechdruck p_f (MPa)0,2 – 1,8
Rheologischer Koeffizient α0,3 – 0,7 (tonige Zwischenlagen)
Prüftiefe (m u. GOK)1,0 – 30,0
Bohrlochdurchmesser (mm)76 – 101 (HQ‑Kernbohrung)

Lokale geotechnische Bedingungen in Darmstadt

Die geologische Situation in Darmstadt ist von quartären Terrassenablagerungen geprägt – oberflächlich oft Auenlehm und Löss, darunter sandige bis kiesige Rheinschotter. Die Grundwasseroberfläche liegt je nach Stadtteil zwischen 4 m und 9 m unter Gelände. Bei Bauvorhaben entlang der Mathildenhöhe oder im Bereich der alten Neckararme ist mit wechselnden Korngrößen und lokal eingeschalteten Schluffbändern zu rechnen. Wird der Ménard-Druckversuch in solchen heterogenen Böden nicht durchgeführt, können Setzungsdifferenzen von mehr als 2 cm zwischen benachbarten Fundamenten auftreten – besonders kritisch bei lastabtragenden Bauteilen in der Nähe der TU Darmstadt oder im Europaviertel. Der Versuch liefert die nötige Sicherheit, um unerwartete Konsolidationen zu vermeiden.

Benötigen Sie eine geotechnische Bewertung?

Antwort innerhalb von 24h.

E-Mail: kontakt@geotechnik.vip
Anwendbare Normen: EN ISO 22476-4:2012 – Druckmesserversuch (Teil 4: Ménard-Verfahren), DIN 4094-4:2002 – Baugrund; Druckmesserversuch, Eurocode 7 (EN 1997-1:2004) – Geotechnische Bemessung, Abschnitt 3.5.2

Unsere Leistungen


Wir bieten den Ménard-Druckversuch in Darmstadt als Einzelversuch oder im Rahmen einer umfassenden Baugrunduntersuchung an. Je nach Projektphase und Fragestellung stehen zwei Varianten zur Verfügung:

Einzel-Ménard-Druckversuch mit Kurzprotokoll

Für schnelle Aussagen zur Steifigkeit in einer definierten Tiefe. Die Prüfsonde wird auf die Solltiefe gefahren, die Belastung erfolgt in 10 Laststufen à 2 Minuten. Das Protokoll enthält E_M, p_l und die Druck‑Volumen‑Kurve. Ideal für Vorentwürfe bei kleineren Wohnbauprojekten in Darmstadt.

Detaillierte Druckmesserkampagne mit Langzeitauswertung

Mehrere Versuche in unterschiedlichen Tiefen (z. B. alle 2 m) zur Erstellung eines Tiefenprofils der Steifigkeit. Inklusive zyklischer Entlastungs‑/Wiederbelastungszyklen und rheologischer Analyse. Für komplexe Gründungen wie Hochbauten oder Brückenwiderlager in Darmstadt.

Häufig gestellte Fragen

Wie viel kostet ein Ménard-Druckversuch in Darmstadt?

Der Preis für einen einzelnen Ménard-Druckversuch in Darmstadt liegt zwischen €1.070 und €1.260, abhängig von Tiefe, Zugänglichkeit der Bohrstelle und Anzahl der Messpunkte. Bei mehr als drei Versuchen pro Bohrung gewähren wir einen Staffelrabatt. Eine genaue Kostenschätzung erhalten Sie nach Angabe der Bohransatzpunkte und der gewünschten Prüftiefen.

Welche Vorteile hat der Ménard-Druckversuch gegenüber dem SPT in den Böden Darmstadts?

Während der SPT nur einen integralen Schlagwert (N‑Wert) liefert, misst der Ménard-Druckversuch das vollständige Spannungs‑Dehnungs‑Verhalten unter kontrollierter Dehnrate. In den sandig‑kiesigen Rheinschottern Darmstadts erfasst er die nichtlineare Steifigkeit, die für Setzungsberechnungen nach EC 7 benötigt wird. Zudem lässt sich der E_M‑Wert direkt in Bettungsmodul‑ oder Finite‑Elemente‑Modelle übernehmen.

Bis zu welcher Tiefe können Sie den Druckmesserversuch in Darmstadt durchführen?

Mit unserem Gestängesystem erreichen wir problemlos Tiefen bis 30 m unter Geländeoberkante. Voraussetzung ist ein ausreichend dimensioniertes Bohrloch (HQ, 96 mm). In Darmstadt sind die meisten Baugrundaufschlüsse auf 15–25 m ausgelegt, da die tragfähigen Rheinschotter meist ab 10 m Tiefe anstehen.

Abdeckung in Darmstadt


Erläuterungsvideo